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foto: apa/dpa/jung
Hamburg - Der Spenden-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages hat nach Informationen von "Spiegel Online" eine neue verschleierte Großspende an die CDU entdeckt. Die drei Spenden in Höhe von insgesamt 100.000 Mark (51.129 Euro/703.553 S) aus dem Jahr 1990 stammten aus der Familie des früheren WAZ-Verlegers Günther Grotkamp, berichtete die Online-Ausgabe des "Spiegels" am Freitag. Neu aufgetauchte Dokumente legten nahe, dass die Gelder so gestückelt worden seien, dass sie nicht meldepflichtig waren und die Spender geheim blieben. Grotkamp habe auf Anfrage bestritten, dass es sich dabei um eine getarnte Großspende handelte, hieß es. "Spiegel Online" berief sich auf eine bisher geheim gehaltene Spenderliste der CDU aus den neunziger Jahren sowie drei von Grotkamp gezeichnete Schecks für die CDU Bonn. Der SPD-Obmann im Untersuchungsausschuss, Frank Hoffmann, sprach laut "Spiegel Online" im Zusammenhang mit der Großspende von Finanzverschleierung. Grotkamp sei für den kommenden Donnerstag als Zeuge vor den Ausschuss geladen worden. Der ehemalige Verleger war am Freitagnachmittag zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Grotkamp war bis Ende 1999 Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe in Essen. (APA/dpa)