Der Computerkonzern IBM hat die Fertigstellung eines Superrechners bekannt geben, der mit der Effizienz von Automotoren und anderen Fragen der Energienutzung befasst werden soll. Da der Rechner gleich auf Rang 2 der Liste der 500 größten Computer der Welt rangiert, läutete das Unternehmen einen neuen Wettstreit unter den Computerspezialisten ein. In der Motoren-Entwicklung Der Computer, der theoretisch 3,8 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde verarbeiten kann (3,8 Teraflops), wurde im Energieforschungszentrum ( NERSC ) des Lawrence Berkley Forschungslabor des US-Energieministeriums in Oakland in Kalifornien installiert. Ziel sei es, Motoren zu entwickeln, die weniger Treibstoff verbrauchen und weniger Schadstoffe ausstoßen, sagte NERSC-Sprecher John Hules. Weitere Arbeitsbereiche seien Klimarechnungen, Forschungen zu Atomfusion und Proteinen, Umwelt und Biologie. Der schnellste Rechner der Welt Von der Rechenleistung her gibt es in der Liste der 500 größten Computer der Welt zurzeit nur einen, der besser ist als der NERSC-Computer. Die IBM-Maschine "ASCI White", diese gehört dem US-Energieministerium und steht im Lawrence Livermore Forschungszentrum in Kalifornien und ist mit der Atomwaffenforschung beschäftigt. Der Rechner hat 8192 gleichzeitig arbeitende Prozessoren, ist etwa so groß wie zwei Basketballfelder und erbringt eine durchschnittliche Leistung von 7,2 Teraflops - 7,2 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Der Spitzenwert liegt sogar bei 12,3 Teraflops. Die Top 500 In der Liste der 500 größten und schnellsten Rechner liegen die USA klar voran. Acht der ersten zehn Hochleistungsrechner stehen in den Vereinigten Staaten. Mithalten können nur zwei japanische Rechner. Der beste "Europäer" rangiert auf Rang 12. Auch unter den Herstellern sind die Amerikaner unter sich: So baute IBM nicht weniger als 40 Prozent der schnellsten 500 Rechner, gefolgt von Sun.(APA/red)