s'Hertogenbosch/London - Zu den Bescheidenen, Zurückhaltenden zählt er sicher nicht, doch seine Leistungen auf den Courts halten immer mehr mit seinem munteren Mundwerk mit: Lleyton Hewitt zählt nach den imponierenden Rasen-Vorstellungen mit Turniersiegen in Queen's und s'Hertogenbosch bei den am Montag beginnenden Championships in Wimbledon zu den heißen Anwärtern auf den Turniersieg. Der als Nummer fünf gesetzte Australier selbst gibt sich eine "gute Chance - eine Außenseiterchance". Rückblick Auf seinem Weg zum zweiten Sieg in Queen's in Folge hatte Hewitt immerhin im Halbfinale den Wimbledon-Seriensieger Pete Sampras aus dem Weg geräumt und im Finale dann auch noch den Lokalmatador Tim Henman. Allerdings war ihm schon im Jahre 2000 im Finale ein Triumph über Sampras geglückt und dann flog der Teenager aus Adelaide gleich in der ersten Wimbledon-Runde gegen den US-Amerikaner Jean-Michael Gambill glatt in drei Sätzen aus dem Bewerb. "Ich war dort noch nie weiter als in der dritten Runde, sollte ich es heuer in die zweite Woche schaffen, wird das für mich etwas völlig Neues sein", meinte Hewitt fast ungewohnt bescheiden. Sein Erstrundengegner, der Schwede Magnus Gustafsson, sollte aber auf Rasen keine zu hohe Hürde sein. Keine Angst vor Sampras Allerdings hätte er seither schon etliche große und wichtige Matches bestritten und könne mit einer solchen Situation nun gut umgehen. Am mangelnden Selbstbewußtsein leidet er sicher nicht. "Pete Sampras ist in Wimbledon weiterhin der Mann, der auf dem Weg zum Titel zu schlagen ist, aber Angst habe ich vor ihm nicht. Man muss nur an sich selbst glauben und einen guten Tag erwischen", so Hewitt. Sonst wäre man jedoch chancenlos. Ein Problem sieht Lleyton Hewitt bei Auftritten auf dem Center Court. Denn im "heiligen Tempel" fühlt er sich gehemmt, sich so richtig "aufzuheizen", was für sein Spiel aber so enorm wichtig ist. (APA/Reuters)