London - Im nordwestenglischen Burnley in Lancashire sind nach Auseinandersetzungen zwischen asiatischen und weißen Jugendlichen in der Nacht zum Montag mehrere Autos und Geschäfte in Brand gesetzt worden. Die Polizei teilte mit, Beamte und ein Hubschrauber seien im Einsatz, um die Jugendlichen voneinander zu trennen. Insgesamt sind sind sieben Personen festgenommen worden. Die Straßenschlachten in Burnley waren durch einen Überfall auf einen asiatischen Taxifahrer am Samstag ausgelöst worden, teilten örtliche Anti-Rassismus-Gruppen mit. Ihren Berichten zufolge brauchte die Polizei 30 Minuten, um dem Mann zu Hilfe zu kommen, der von mehreren Weißen mit einem Hammer angegriffen wurde. Rechtsextreme BNP erreichte elf Prozent Nachdem am Sonntagabend Anhänger der rechtsextremen "National Front" einen asiatischen Zeitungskiosk anzündeten und mehrere Fahrzeuge umstürzten, hätten asiatische Jugendliche dann einen Sexshop in Brand gesteckt. Etwa 200 Jugendliche, die zum Teil mit Baseballschlägern bewaffnet waren, hätten darauf Steine und Brandsätze geworfen. Zwei Pubs gingen in Flammen auf. Vertreter von Polizei und örtlichen Bevölkerungsgruppen setzten sich am Montag zusammen, um über Wege zur Verhinderung weiterer Gewalt zu sprechen. In Burnley hatte die rechtsextreme British National Party (BNP) bei den Unterhauswahlen am 7. Juni elf Prozent der Stimmen erzielt. Dasselbe Ergebnis bekam die BNP in Oldham. (APA/Reuters)