Aracinovo - Die albanischen Rebellen in Mazedonien haben am Montagnachmittag mit dem Abzug aus dem umkämpften Ort Aracinovo begonnen. Ein aus vier Bussen, einem Lastwagen und mehreren Autos bestehender Konvoi habe die umkämpfte Ortschaft nahe der mazedonischen Hauptstadt Skopje gegen 17.40 Uhr verlassen, teilten westliche Diplomaten mit. Der Konvoi fuhr in Richtung Norden, wo mehrere Dörfer von der so genannten Nationalen Befreiungsarmee UCK kontrolliert werden. Die Rebellen hatten zuvor den Rückzug aus Aracinovo im Rahmen einer vereinbarten Waffenruhe als "Zeichen des guten Willens" zugesagt. Der Fernsehsender A1 berichtete, die Freischärler hätten ihre Waffen mitgenommen. Dies war Hauptforderung der albanischen "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK). Ausschreitungen vor dem Parlament in Skopje Vor dem mazedonischen Parlament ist es aus Protest gegen den ungehinderten Abzug albanischer Rebellen aus dem umkämpften Aracinovo zu Ausschreitungen gekommen. Aus einer Gruppe von etwa 3000 Demonstranten wurden am Montagabend Steine gegen das Parlament geworfen, während die Menschenmenge versuchte, das abgesperrte Gebäude zu stürmen. Sie verlangten Klärung, warum die Offensive gegen die Freischärler beendet wurde. Ein Reporter berichtete, die Menge habe an die Regierung gerichtet "Tretet zurück" skandiert. Unter den Demonstranten waren auch bewaffnete Polizisten. (APA/AP)