Aachen - Dicke Menschen haben nach Angaben von Ernährungsforschern etwas häufiger eine eingeschränkte geistige Leistungsfähigkeit als Normalgewichtige. Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T./Aachen) bezog sich am Montag auf eine im Mai veröffentlichte Studie des kanadischen Health Sciences Centre in Toronto mit über 38.000 Männern und Frauen zwischen 30 und 39 Jahren. Je höher das Übergewicht, so die Studie, desto mehr träten Probleme wie Vergesslichkeit oder Langsamkeit auf. Während unter den Normalgewichtigen bei 15 Prozent so genannte kognitive Probleme festgestellt worden seien, erhöhe sich der prozentuale Anteil bei Fettsüchtigen auf gut 19 Prozent. Die Ursachen für dieses Erscheinungsbild seien wissenschaftlich nicht geklärt, sagte Institutssprecher Sven-David Müller. Ein Erklärungsansatz liege in der bekanntermaßen geringeren Sauerstoffversorgung fettleibiger Menschen. Eine erhöhte Fettansammlung im Körper schränke das Lungenvolumen ein. Daneben führe die relativ geringe Muskelmasse von Fettleibigen zu einem eingeschränkten Sauerstofftransport. (APA/dpa)