Wien - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl hat den Plan einer Erhöhung der Familienbeihilfe um 5.000 Schilling jährlich verteidigt. Der Vorschlag von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hätte Vorteile für alle 1,8 Millionen Familien in Österreich. Dagegen komme das Kindergeld-Modell der Regierung nur einem kleinen Teil der Familien entgegen. Die Bereitstellung von einer Milliarde Schilling für die Schaffung neuer Kinderbetreuungsplätze würde zudem endlich die Lücke im Betreuungsnetz schließen und Frauen bessere Chancen geben, Beruf und Familie zu vereinbaren. Kuntzl wies darauf hin, dass das SPÖ-Modell billiger käme als das Kindergeld-Modell der Regierung, obwohl durch eine Erhöhung der Familienbeihilfe eine wesentlich größere Anzahl an Familien profitieren würde. Familienbeihilfe kommt günstiger als Kindergeld Mit zehn Milliarden Schilling pro Jahr liegen die Kosten deutlich unter den 17 Milliarden Schilling, die das Kindergeld letztendlich kosten werde. "Außerdem sind Kinder länger als drei Jahre Kinder. Durch die Erhöhung der Familienbeihilfe steht den Familien auch dann mehr Geld zur Verfügung, wenn für die Kinder mehr Geld aufgebracht werden muss, z.B. wenn sie in die Schule gehen", betonte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. Durch jährlich eine Milliarde Schilling könnten 20.000 Kinderbetreuungsplätze gebaut werden. "Nach fünf Jahren wäre die Lücke im Betreuungsnetz geschlossen. Derzeit gibt es in Österreich 270.000 Betreuungsplätze, wir brauchen aber 370.000". (APA)