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Viele Kinder bringen dieser Tage wenig Erfreuliches mit nach Hause

Foto: APA/Schlager
Linz - Heftige Kritik an den bestehenden Beurteilungsmodellen von Schülern üben die oberösterreichischen Grünen. Bei insgesamt 16.500 "Nicht genügend" in den Zeugnissen des heurigen Schuljahres allein in Oberösterreich müsse ein Nachdenkprozess einsetzen und es sei an der Zeit, neue Modelle zur Beurteilung zu überlegen, so Gottfried Hirz, Landessprecher der Grünen in einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz. "Aufgabe der Schule ist es, Begabungen, unabhängig davon, ob sie im kognitiven Bereich, kreativen oder sozialen Bereich gegeben sind, zu fördern", so Hirz. Neue Modelle zur Beurteilung wären ein möglicher Beitrag zur Entschärfung der prekären Situation gerade am Ende eines Schuljahres. Konkrete Vorschläge der oberösterreichischen Grünen wären zum Beispiel die generelle Abschaffung des "Sitzenbleibens" in der Volksschule - allfällige Schwächen könnten hierbei mit speziellen Förderprogrammen ausgeglichen werden - und die Schaffung eines Modulsystems in der Pflichtschule, das in verschiedenen Fächern unterschiedliche Entwicklungsstadien zulässt. In Fächern, in denen Kinder besondere Fähigkeiten entwickeln, wäre es dadurch möglich, ihre Begabungen zu fördern und sie Dinge erlernen zu lassen, die über den durchschnittlichen Stoff hinausgehen, so Hirz. Die Grünen schlagen vor, dass am Ende der Unterstufe bzw. Hauptschulzeit eine "Direkte Leistungsvorlage" steht. Es sei doch viel aussagekräftiger als eine Note, wenn am Ende des Schuljahres konkrete Leistungen, wie etwa Arbeiten in den einzelnen Fächern, angesehen werden können. "In diesem Punkt gäbe es eine große inhaltliche Übereinstimmung zwischen den Grünen und dem Landesschulratspräsident Johannes Riedl, der der Abschaffung der Ziffernnoten durchaus positive Seiten abgewinnen könne", so Hirz. (APA)