Klagenfurt - Landeshauptmann Jörg Haider sagte nach der Regierungssitzung, er werde die Bemühungen von VP-Obmann Landesrat Georg Wurmitzer in der Frage der Schließung von Gendarmerieposten in Kärnten unterstützen. "Ich werde den Innenminister anrufen und ihm sagen, dass es gut wäre, darüber nochmals zu verhandeln", sagte Haider vor Journalisten. Der Landeshauptmann verwies jedoch darauf, dass das Land bei Gendarmerieposten - zum Unterschied von der Schließung von Bezirksgerichten - kein Mitspracherecht habe. "Die Entscheidung obliegt ausschließlich dem Innenministerium", sagte er. "Und mein Wissensstand ist, dass die Entscheidung endgültig ist." Aber er wäre ein "schlechter Landeshauptmann", wenn er sich nicht für ein besseres Ergebnis einsetze, sagte Haider. Wenn Wurmitzer jetzt einen Rettungsversuch für ein oder den anderen Posten unternimmt, wünsche er ihm viel Glück. Außerdem habe ein VP-Minister zur Kenntnis zu nehmen, dass auch ein VP-Referent "Wünsche äußern kann", fügte er hinzu. Der Landeshauptmann bezeichnete das mit Innenminister Ernst Strasser erzielte Verhandlungsergebnis erneut als "sehr gut". Es sieht die Schließung von sieben Posten (Ossiach, Dellach/Drau, Schiefling/Wörther See, Zell-Pfarre, Riegersdorf, Thörl-Maglern, Neuhaus) , die Zusammenlegung von drei Grenzüberwachungsposten (Ferlach, Bad Eisenkappel, Ebersdorf bei Bleiburg) mit bestehenden Gendarmerie-Dienststellen (Ferlach, Bad Eisenkappel, Bleiburg) sowie die Umwandlung von zwei Posten (Rattendorf, Sirnitz) in so genannte "Winterexposituren" vor. Wurmitzer bekräftigte nach der Regierungssitzung, dass es Verhandlungen mit Strasser geben werde. Über eine bessere Zusammenarbeit zwischen Gemeinde-, Länder- und Bezirksvertretern und den jeweiligen Gendarmerieeinrichtungen, wie dies von einem Sprecher des Ministers angekündigt wurde, werde er "sicher nicht verhandeln". (APA)