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Foto: AFP/APA
Jerusalem - Acht Monate nach dem Lynchmord an zwei Israelis in Ramallah hat der israelische Geheimdienst Shin Bet einen der mutmaßlichen Haupttäter festgenommen. Israelische Tageszeitungen veröffentlichten am Dienstag das Foto eines 20-jährigen Palästinensers. Auf der offenbar vom Geheimdienst gestellten Aufnahme streckt er seine gefesselten Arme nach oben - eine symbolträchtige Anspielung auf die Morde vom vergangenen Oktober, nach denen das Foto des Mannes, der seine blutverschmierten Hände in die Höhe reckte, um die Welt ging. Der Militärkommentator der Tagezeitung "Haaretz", Zeev Schiff, sagte, das Foto solle die Botschaft übermitteln, dass Israel alle Beteiligten an der Bluttat ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen werde. Die Tageszeitung "Maariv" übertitelte beide Fotos mit der Schlagzeile "Eine Rechnung begleichen". Die beiden israelischen Soldaten hatten sich im vergangenen Oktober verfahren und waren in einer Polizeiwache in Ramallah von einer aufgebrachten Menge gelyncht worden. Aus Militärkreisen verlautete, der Festgenommene habe gestanden, einen der Soldaten festgehalten und geschlagen zu haben. Israel hat bisher in Zusammenhang mit der Tat 15 Verdächtige festgenommen. (APA/AP)