Mainz - Bei Versteigerungen im Internet werden die Preise nach Recherchen des ZDF-Magazins "WISO" und der Zeitschrift "Computerbild" regelmäßig nach oben manipuliert. Der Vorabmeldung zufolge treiben die Anbieter durch heimliches Mitbieten die Preise für ihre eigenen Produkte gezielt in die Höhe. Gehe ein Käufer darauf ein, werde die Ware verkauft, ansonsten "ersteigern" die Anbieter ihre eigenen Produkte. Dies sei möglich, weil die meisten virtuellen Auktionshäuser auf umfangreiche Identitätskontrollen der Bieter verzichteten, um Neukunden nicht abzuschrecken. Die Anbieter, zumeist kleinere Computerhändler, hätten bei den einzelnen Auktionshäusern bis zu 50 verschieden Nutzernamen, um die Preise für ihre Produkte in die Höhe treiben zu können. Schnäppchenjäger haben laut "Computerbild" wenig Chancen auf einen günstigen Kauf: Ein Drittel der versteigerten Produkte aus dem Bereich Hard- und Software sowie der Unterhaltungselektronik sei so teuer wie im Geschäft. Zehn Prozent seien deutlich teurer, und Zuschläge von bis zu 40 Prozent über dem Verkaufspreis seien "keine Seltenheit". Lediglich ein Drittel der versteigerten Produkte sei zehn Prozent günstiger als im Geschäft, hieß es.(APA)