Wien - Verbund und EnergieAllianz (EVN, Wiener Stadtwerke, Linz AG sowie Bewag und Begas) führen derzeit Gespräche über ein gemeinsames Angebot für die zur Privatisierung anstehende Energie AG Oberösterreich (EAG), diese seien allerdings noch nicht weit fortgeschritten, sagte Verbund-Vorstand Herbert Schröfelbauer am Donnerstag am Rande eines Pressegespräches. Es sei der Wunsch beider Seiten, eine Möglichkeit zu finden, wie man in eine Lösung einsteigen könne, jedoch "in kleinem Umfang". Energie Allianz und Verbund seien bestrebt, sich eine Möglichkeit für einen Einstieg offen zu halten. Der oberösterreichische Landtag will am 5.Juli über die Privatisierung des derzeit noch zu 100 Prozent in Landesbesitz stehenden Energieversorgers entscheiden. Bisher liegt lediglich ein Angebot der EnergieAllianz über 6 Mrd. S (436 Mill. Euro) für 25,1 Prozent an der EAG vor. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (V) hat sich kürzlich für ein gemeinsames Angebot von EnergieAllianz und EAG ausgesprochen. "Absolut keine Freude" In der EAG selbst steht man der EnergieAllianz allerdings eher ablehnend gegenüber. Betriebsratsvorsitzender Gottfried Lahersdorfer hatte Anfang dieser Woche erklärt, "absolut keine Freude" mit einem Einstieg der EnergieAllianz zu haben. Das Angebot enthalte keine konkrete Absicherung der Arbeitsplätze in Oberösterreich. Die EAG solle die nächsten zwei Jahre eigenständig bleiben, bis sich der Markt beruhigt habe. Dann sollte man sich um eine Partnerschaft bemühen. (APA)