Auf Unverständnis stößt bei Max Dasch, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und Herausgeber der "Salzburger Nachrichten", die Aufregung in der FPÖ über die 1999 geschlossene Übereinkunft zwischen VÖZ und ORF. "Das war ja kein Geheimpapier", meinte er am Donnerstag. "Und weil es jetzt dem Herrn Westenthaler in den Kram passt, zieht er dieses untergewichtige Karnickel aus dem Hut." Das Papier habe es schon Monate vor der Unterzeichnung gegeben, und es sei breit diskutiert worden, betonte Dasch weiter. Dass es sich dabei um ein "Vereinbarungskartell" handle, wie FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler erklärt hatte, wies Dasch zurück. Man habe sich damals "auf freiwilliger Basis" im Sinne guter Rahmenbedingungen für den Medienstandort Österreich geeinigt. "Das hat überhaupt keinen Verbindlichkeitscharakter." Darüber hinaus betreffe die Übereinkunft in der Frage der ORF-Sonderwerbeformen "genau jenen Punkt, wo keine Regelung im Rundfunkgesetz bestanden hat." Mit dem "Gentlemen Agreement" habe man daher Klagen vermeiden können, so der VÖZ-Präsident. (APA)