Morris Township - Das US-Unternehmen Honeywell hat für seine angestrebte milliardenschwere Fusion mit General Electric (GE) neue Vorschläge unterbreitet, die die Zustimmung der EU-Kommission ermöglichen sollen. Wie aus einem am Freitag in Morris Township im US-Bundesstaat New Jersey veröffentlichten Brief von Honeywell-Chef Michael Bonsignore an GE hervorgeht, ist er bereit, sein Unternehmen zu einem niedrigeren Preis an GE zu verkaufen. Im Gegenzug soll GE 19,9 Prozent seiner Flugzeug-Leasingfirma Gesac verkaufen. Die Europäische Kommission ist wegen der starken Marktstellung der Gesac besorgt. Sie befürchtet, dass Honeywell der Gesac Flugzeugteile zu Vorzugspreisen verkaufen könnte, was der europäischen Konkurrenz schaden würde. Die EU-Kommission will voraussichtlich am 3. Juli offiziell über die geplante Großfusion entscheiden. Eine Kommissionssprecherin in Brüssel hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Gespräche mit den beiden Firmen fortgesetzt werden. Die dafür eigentlich zulässige Frist war bereits am 14. Juni abgelaufen. Ein GE-Sprecher bestätigte informelle Verhandlungen mit Brüssel. Die EU-Kartellexperten um Kommissar Mario Monti hatten sich bisher gegen die Fusion ausgesprochen. (APA/AFP)