Chicago - Wer nicht ausreichend schläft, erhöht dadurch sein Risiko, an Diabetes mellitus – der so genannten Altersdiabetes – zu erkranken, berichtete ein Mediziner der University of Chicago auf einem Kongress der Amerikanischen Diabetesgesellschaft ( American Diabetes Association – ADA) . Im Schlaflabor wurde in acht aufeinander folgenden Nächten die Insulinausschüttung bei Kurz-Schläfern mit der bei Lang-Schläfern verglichen. Bei den Testpersonen, denen die Schlafforscher nur 5,3 Stunden Schlaf pro Nacht einräumten, wurde 50 Prozent mehr Insulin ausgeschüttet als bei den Testpersonen, die mehr als acht Stunden pro Nacht schlafen konnten. Andererseits waren die Zellen rund 40 Prozent weniger insulinempfindlich als die der Ausgeschlafenen. Die Wissenschaftler vermuten, dass die starke Ausbreitung des Diabetes mellitus in den Industriestaaten auch auf diesen Mechanismus zurückzuführen ist. (pte)