New York - Die UNO-Vollversammlung hat Generalsekretär Kofi Annan am Freitag für eine zweite Amtszeit gewählt. Die zweite fünfjährige Amtszeit für den 63 Jahre alten Ghanesen bedeutet, dass Afrika diesmal 15 Jahre lang den Spitzenfunktionär der Völkergemeinschaft stellt. Die 189 Mitgliedstaaten folgten mit der Wahl einer Empfehlung des UNO-Sicherheitsrates, der Annan am Mittwoch formell für das Spitzenamt nominiert hatte. Ferrero-Waldner gratuliert Kofi Annan zur Wiederwahl Außenministerin Benita Ferrero-Waldner gab am Freitag ihrer "Freude und Befriedigung über die einstimmig erfolgte Wiederwahl von UNO-Generalsekretär Kofi Annan für ein weiteres fünfjähriges Mandat" Ausdruck: "Kofi Annan hat sich als Generalsekretär immer wieder mit Nachdruck für Anliegen der internationalen Staatengemeinschaft eingesetzt, die auch für Österreich von zentraler Bedeutung sind." Ferrero-Waldner führte in einer Aussendung des Ministeriums vor allem die "einen Großteil der Menschheit bedrückende Armutsproblematik, die humanitären und Sicherheitsprobleme in vielen Konfliktregionen, insbesondere bezüglich neuer Strategien der Konfliktverhütung und des Krisenmanagement, aber auch für Menschenrechte und die Entwicklung von staatlichen Strukturen, die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung möglich machen", an. In seiner ersten Funktionsperiode habe Annan die UNO durch Reformen konsolidiert und die Bedeutung einer Partnerschaft mit der internationalen Zivilgesellschaft anerkannt. Österreich habe nachdrücklich Annans Wiederwahl für ein zweites Mandat unterstützt. Annan habe die Stellung des UNO-Hauptquartiers in Wien durch weitblickende Reformmaßnahmen maßgeblich untermauert. Ferrero-Waldner gab gleichzeitig bekannt, dass Annan am 28. August auf ihre Einladung am "Salzburger Dialog unter den Zivilisationen" teilnehmen wird. Zum eintägigen Round Table Gespräch wurden unter anderem bekannte Experten aus renommierten internationalen Universitäten eingeladen. Die Salzburger Tagung wird die Herausforderungen, wie sie sich durch die Entwicklung von Gesellschaften mit einer Vielfalt von kulturell geprägten Identitäten stellen, und die möglichen Antworten darauf auf internationaler und nationaler Ebene untersuchen. Die Teilnehmer der Veranstaltung werden zum Abschluss eine gemeinsame Erklärung verabschieden. (APA/AP)