Rom - 32 Jahre nach dem blutigen Attentat vor einer Mailänder Bank sind am Samstag drei Neofaschisten zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Bei dem Bombenanschlag auf der Piazza Fontana am 12. Dezember 1969 wurden 16 Menschen getötet und 88 verletzt. Delfo Zorzi wurde als der Mann identifiziert, der das Attentat tatsächlich ausführte. Zwei weitere Männer wurden für das Blutbad verantwortlich gemacht. Ein vierter Angeklagter erhielt wegen Beihilfe drei Jahre Haft. Zorzi hat nach der Tat jahrelang in Japan gelebt und ist inzwischen japanischer Staatsbürger. Die Polizei hatte anfangs die Täter in den Kreisen der Linksextremisten gesucht und mehrere Personen festgenommen. Nach jahrelangen Untersuchungen wurden dann Rechtsextremisten für den Anschlag verantwortlich gemacht. In verschiedenen Prozessen wurden Verdächtige verurteilt und später wieder freigesprochen. Das Attentat am Ende des "Heißen Herbstes" von 1969 mit Demonstrationen, Streiks und Protesten war der Beginn einer ganzen Serie von Attentaten linker und rechter Extremisten, die die ganzen 70er Jahre andauerten. (APA/dpa)