Sofia - Knapp drei Wochen nach der Wahl haben sich die Partei des bulgarischen Ex-Königs Simeon II. und die Partei der türkischen Minderheit auf eine Koalition geeinigt. Es gebe "genug Gründe", dass Simeons Nationale Bewegung MNS II mit der Bewegung für die Rechte und Freiheiten MDL koaliere, sagte MNS-Fraktionschef Plamen Panajotow am Mittwoch nach Verhandlungen. MDL-Chef Achmed Dogan sagte, er sei zur Unterzeichnung eines Koalitionsabkommens bereit. Zudem würde er sich freuen, wenn der Ex-König neuer Regierungschef werde. Anfang der Woche hatte Simeon II. angekündigt, binnen weniger Tage den neuen Regierungschef bekannt zu geben. Simeons Partei, die erst zwei Monate vor der Wahl gegründet worden war, hatte aus dem Stand fast die absolute Mehrheit gewonnen. Sie kam auf 120 der 240 Sitze im Parlament. Bulgarische Regierung demissioniert Unmittelbar nach Eröffnung der konstituierenden Sitzung der neuen bulgarischen Bationalversammlung ist Ministerpräsident Iwan Kostow am Donnerstag erwartungsgemäß mit seiner Regierung zurückgetreten. Seine "Vereinigten Demokratischen Kräfte" (ODS) hatten bei den Parlamentswahlen Mitte Juni eine Niederlage erlitten. Bis zur Bildung der neuen Regierung soll das Kabinett Kostow die Amtsgeschäfte provisorisch weiterführen. Staatspräsident Petar Stojanow wird die nunmehr stärkste Parlamentspartei - die "Nationale Bewegung" des Ex-Königs Simeon II. - mit der Regierungsbildung beauftragen. (APA/dpa)