New York - Die irakische Regierung hat nach ihrem einstweiligen politischen Sieg im UNO-Sicherheitsrat die Wiederaufnahme ihrer Ölexporte angekündigt. Sie waren aus Protest gegen Versuche der Amerikaner und der Briten, ein neues Sanktionsregime gegen den Irak verhängen zu lassen, am 4. Juni eingestellt worden. "Wir kehren zur Normalität zurück", sagte der irakische UNO-Botschafter Mohammed al-Douri am Donnerstag in New York vor der Unterzeichnung eines entsprechenden technischen Abkommens mit der UNO. Zuvor hatte der Irak mit Hilfe der Russen im Sicherheitsrat die Annahme einer amerikanisch-britischen Resolution verhindert, die ihm zwar größere Freizügigkeit im Handel erlaubt, jedoch strengere internationale Kontrollen über militärische Einfuhren erzwungen hätte. Bagdad und Moskau wollen, dass die nach dem Überfall des Saddam-Hussein-Regimes auf Kuwait vor mehr als zehn Jahren verhängten Sanktionen völlig aufgehoben werden. Eine Lockerung des Embargos hatte die UNO 1996 beschlossen und damit dem Irak erlaubt, Öl für die Finanzierung humanitärer Güter zu exportieren. Dieses so genannte Öl-für-Nahrungsmittel-Programm, das unter strenger UNO-Kontrolle steht, hatte der Sicherheitsrat am Mittwoch für fünf Monate verlängert. (APA/dpa)