Die Pariser Qualitätszeitung Le Monde bereitet ihren Börsengang vor. Laut Vorstandschef Jean-Marie Colombani sollen "zwischen 20 und 25 Prozent" der Anteile an dem Unternehmen an der Börse gehandelt werden. Er hoffe auf Zustimmung der Gesellschafter im kommenden Herbst und den Abschluss der Vorbereitungen bis zum Jahresende. Derzeit befinden sich etwas mehr als 50 Prozent des Kapitals in Händen der Redaktion, der Gründerfamilie Beuve-Méry sowie befreundeter Eigentümer. Der Börsengang sei der "einzige Weg" für eine Weiterentwicklung von Le Monde, sagte Colombani, der mit Zukäufen die Abhängigkeit des Verlags vom Flaggschiff Tageszeitung reduzieren will. Den aktuellen Wert des traditionsreichen Pariser Blattes bezifferte er mit einer Milliarde Euro, also umgerechnet 13,76 Milliarden Schilling. In den kommenden fünf Jahren will Colombani zu derzeit rund 400.000 bis zu 25.000 neue Käufer dazugewinnen. (red/APA/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.7.2001)