Hannelore Kohl hat sich das Leben genommen. Aufgrund ihrer hoffnungslosen gesundheitlichen Situation habe sie sich zu diesem Schritt entschlossen, schrieb sie in ihrem Abschiedsbrief. Die Gattin des deutschen Ex-Bundeskanzlers litt seit 1993 an einer Lichtallergie, die bei ihr durch die Einnahme von Penicillin ausgelöst worden war. Durch die starke Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes hatte sich die 68-Jährige lange nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt, selbst an der Hochzeit ihres Sohnes im Mai hatte sie nicht teilgenommen. Hannelore Kohl hatte unter starken Schmerzen gelitten und die letzen 15 Monate ihres Lebens ohne Sonnenlicht verbracht. Kohls Lichtallergie sei eine seltene, nahezu unerforschte und mysteriöse Variante gewesen, wie Mediziner sagen. NetDoktor.at schreibt dazu: "Die polymorphe Lichtdermatose ist eine zunehmend auftretende Hautveränderung, die unter Einwirkung von Sonnenstrahlen entsteht. Sie kann durch UVA und UVB ausgelöst werden, daher kann sie auch bei Sonnenbestrahlung in verglasten Räumen auftreten. Die Erkrankung verläuft meist über viele Jahre, oft nimmt der Schweregrad der Hautreaktionen in den Jahren nach dem ersten Erscheinen zu." Hannelore Kohl litt an einer "chronischen polymorphen Lichtdermatose", bei ihr muss es sich um eine sehr schwere Form dieser Krankheit gehandelt haben. Sie verspürte nach eigenen Aussagen starke Schmerzen, sobald sie grellem Licht ausgesetzt war. Offensichtlich glaubte sie nicht mehr an eine Besserung ihres Gesundheitsszustandes. (pte)