New York - Bei seinem neuen Betriebssystem Windows XP will der US-Softwarekonzern Microsoft offenbar auch Privatleute dazu zwingen, für jeden Rechner eine eigenes Programm zu kaufen. Das Programm solle nicht mehr funktionieren, wenn es nicht innerhalb von 30 Tagen eigens beim Hersteller "aktiviert" würde, meldete die US-Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Jeder Nutzer des als absturzsicher angekündigten Windows XP muss das Programm demnach innerhalb dieser Frist per Internet oder Telefon registrieren lassen. Für jeden Windows-XP-Rechner wolle Microsoft dann ein Nutzerprofil speichern; auf diese Weise könnte das Unternehmen kontrollieren und schließlich verhindern, dass ein System auf mehreren PC zum Einsatz kommt. Probleme bei Neuinstallationen Das jüngste Microsoft-Betriebssystem soll am 25. Oktober auf den Markt kommen. Nach Informationen des "Wall Street Journal" ist ein Preis von rund 100 Dollar (118,7 Euro/1.634 S) geplant. Bereits bei den bisherigen Windows-Versionen ist eine Mehrfachnutzung des Betriebssystems untersagt; Gegenwehr hat Microsoft bisher indes nicht ergriffen. Mit dem neuen Sicherungsverfahren drohen Experten zufolge Probleme etwa dann, wenn Windows XP nach einer Panne neuinstalliert werden muss oder aber die Computer-Hardware geändert wird und damit die bei Microsoft gespeicherten Profile etwa zu Festplatten, Prozessor oder Hauptplatine nicht mehr stimmen. Durch das geplante Verfahren riskiert der Konzern auch Ärger mit Datenschützern. (APA)