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Wien - Ein Unfall im Ausland, noch dazu mit einem Leihwagen, kann viele Unannehmlichkeiten nach sich ziehen, warnte der ÖAMTC in einer Aussendung. Es könne ins Geld gehen, wenn vor Abschluss des Vertrages mit der Leihwagenfirma die Versicherungsmodalitäten nicht sorgfältig unter die Lupe genommen werden. Unterschiedliche Deckungssummen Bei Kfz-Haftpflichtversicherungen liegen die Deckungssummen in manchen Urlaubsländern wie z.B. in der Türkei bei Personenschäden bei maximal 230.000 Schilling (16.715 Euro), so der Club. Bei Sachschäden beträgt die Summe oft sogar nur 25.000 Schilling (1.817 Euro). Mopeds wären auf manchen griechischen Inseln mitunter gar nicht versichert. Aufpassen auch USA Aufpassen sollten auch USA-Reisende, warnt der ÖAMTC. Viele Leihwagen wären nur zu den im jeweiligen Bundesstaat gültigen Versicherungssummen von 10.000 Dollar (11.874 Euro) oder 20.000 Dollar (23.747 Euro) versichert. Eine zusätzliche Haftpflicht-Versicherung sei relativ teuer. Billiger könne der zusätzliche Versicherungsschutz bereits in Österreich abgeschlossen werden. Manche Reiseveranstalter hätten diese bereits im Pauschalpreis inkludiert. Probleme bei Vollkasko-Versicherungen Probleme könne es auch mit Vollkasko-Versicherungen geben, so der Autofahrerclub. Es sei nicht selbstverständlich, dass im Mietpreis ein ausreichender Schutz enthalten sei. ÖAMTC-Chefjurist Hugo Haupfleisch rät, vor allem das Kleingedruckte im Mietvertrag genau zu lesen. "Oft werden auch Vollkasko-Versicherungen für den eigenen Fahrzeug-Schaden abgeschlossen, die 'Standardschäden' an Reifen oder Scheiben nicht ausreichend abdecken. Der Leihwagenmieter muss dann für einen Teil des entstandenen Schadens selbst aufkommen", so der Rechtsexperte. Die Deckungssumme sollte genau geprüft werden. Erst im Juni sei ein Urlauber, der auf einer Mittelmeerinsel den Mietwagen durch einen Auffahrunfall beschädigt hatte, mit einer Forderung von 40.000 Schilling belastet worden. Weil es kein Polizeiprotokoll gab, habe die Vollkasko-Versicherung jede Zahlung abgelehnt, so der ÖAMTC. (APA)