Wien - Die Rezeptgebühr hat den Kassen im Vorjahr Einnahmen von 3,7 Milliarden Schilling gebracht, die Krankenscheingebühr 650 Millionen Schilling. Die Einnahmen aus der Rezeptgegühr sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, jene aus der Krankenscheingebühr annähernd gleich geblieben, geht aus den Daten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hervor. Die von Sozialminister Herbert Haupt genannten hohen Verwaltungskosten als Grund für die geplante Abschaffung kann man im Hauptverband - zumindest für die Kassen - nicht ganz nachvollziehen. Bei der Rezeptgebühr werde die Verwaltung von den Apotheken abgewickelt. Daher seien die Verwaltungskosten für die Kassen gering. Die Krankenscheingebühr werde über die Betriebe eingehoben, auch hier entstünden daher den Kassen nur geringe Kosten. Nur ein geringer Teil werde von den Kassen administriert - nämlich die Selbstversicherten, freie Dienstnehmer und mehrfach geringfügig Beschäftigte. Aus der Rezeptgebühr haben die Kassen im Jahr 1997 insgesamt 2,97 Mrd. S eingenommen. In den folgenden Jahren sind die Einnahmen auf 3,2, dann 3,5 bzw. im Vorjahr auf 3,7 Mrd. S gestiegen. Pro Rezept muss der Patient derzeit 56 Schilling bezahlen. Die Krankenscheingebühr brachte im Jahr 1997 insgesamt 628 Mill. S. In den folgenden Jahren waren es 655, dann 656 bzw. im Vorjahr 650 Mill. S. Pro Krankenschein muss der Patient 50 Schilling zahlen. (APA)