Wien - Die im Jänner in den Ausgleich geschlitterte MCN Millennium Communication Network AG, Wien, hat ihren Gläubigern die erste Hälfte der 40-prozentigen Quote - zunächst also 20 Prozent bzw. rund 57 Mill. S (4,14 Mill. Euro) - ausgezahlt. Dies bestätigte MCN-Vorstand Otto Peter Arbeiter am Montag der APA. Für die Zahlung der restlichen 20 Prozent habe die MCN nun 18 Monate Zeit, das Vermögen reiche aber bereits jetzt nahezu aus, diese Quote zu bezahlen, so Arbeiter, der die MCN als "saniert" betrachtet. Die MCN will heuer mit rund 20 Mitarbeitern - im Vorjahr waren es noch rund 200 - rund 120 Mill. S umsetzen. Zwischen der MCN und der börsenotierten Telekom Austria (TA), die an die MCN Telefonleitungen vermietet, gibt es indes wieder Unstimmigkeiten. Die TA hatte am 5. Juli 2001 in einem Brief an MCN-Kunden angekündigt, dass die TA der MCN die Leitungen abschalten und die MCN-Verbindungseinwahl 1014 löschen werde. Diese geplante Maßnahme sei dann aber doch nicht umgesetzt worden, da man sich mit der MCN wieder geeinigt habe, hieß es aus der TA zur APA. Laut Arbeiter wollte die TA, die beim MCN-Ausgleich Geld verloren hatte, künftig von der MCN gewisse Vorauszahlungen und Sicherstellungen, die die MCN ad hoc aber nicht leisten könne. Weitere Details sollen im Juli und im August besprochen werden, bemerkte Arbeiter. (APA)