Foto: Nokia
Wien - Der finnische Mobiltelefonbauer Nokia baut seine Marktführerschaft am heiß umkämpften österreichische Handymarkt weiter aus. Nach den jüngsten Ergebnissen der "ACS - Austrian Convergence Survey" hat Nokia im zweiten Quartal seinen Marktanteil von 56 auf 58 Prozent ausgebaut. Weit abgeschlagen an zweiter Stelle folgt Siemens mit einem allerdings ebenfalls wachsenden Marktanteil von 14 (1. Quartal: 13) Prozent. Weiter an Boden verloren hat hingegen der schwedische Handybauer Ericsson, der mittlerweile nur noch bei einem Marktanteil von 7 Prozent hält, nach noch 10 Prozent im Vorquartal. Österreichs Handymarkt scheint gesättigter den je. Laut ACS-Umfrage, die das Wiener Marktforschers Brainstudio in Kooperation mit dem Consulting-Unternehmen MaNova seit Beginn dieses Jahres durchführt, beträgt die Handydichte in Österreich bereits 80 Prozent. Bei den bis 29-Jährigen sind es sogar schon 95 Prozent und sogar unter den über 60-Jährigen haben schon 6 von 10 ein Mobiltelefon. Interesse an WAP steigt Wenig überraschend daher, dass die Anschaffungswünsche für Mobiltelefonie bereits leicht rückläufig ist. Höhere Kaufabsichten gibt es nur noch bei Internet-tauglichen WAP-Handys. Aktuell besitzt jeder fünfte österreichische Handybesitzer ein WAP-Gerät. GPRS-Handys, die einen noch schnelleren Internetzugang ermöglichen, haben bereits sieben Prozent der heimischen Mobiltelefonieren. Grundsätzlich scheint die Nutzung des Internets via Handy langsam aber doch attraktiver zu werden. Haben im ersten Quartal laut ACS erst drei Prozent der Handytelefonierer das mobile Internet via WAP (Wireless Application Protocol) genützt, waren es im zweiten Quartal bereits sechs Prozent. Dennoch sprechen die Marktforscher weiterhin von einer "eher moderaten Wachstumsrate". Immer noch geben 58 Prozent der WAP-Handybesitzer an, noch nie über ihr Mobiltelefon ins Internet eingestiegen zu sein. Die besten Endgeräte für die neuen Services erwarten die Österreicher scheinbar von Nokia. 61 Prozent gaben im zweiten Quartal an, sich in den nächsten sechs Monaten ein neues Nokia-Gerät anschaffen zu wollen. Zukunftsperspektive hat auch Siemens, 8 Prozent erwägen den Kauf eines Mobiltelefons vom deutschen Mobilhersteller. Auf einer rasanten Talfahrt befindet sich hingegen Ericsson: Laut ACS entfällt derzeit kein einziger Anschaffungswunsch auf die Marke. (APA)