Wien - Eine Stellungnahme der besonderen Art hat das Sozialministerium von Herbert Haupt (F) zu den Begutachtungsentwürfen der Wettbewerbsrechtsnovelle und der Kartellgesetz-Novelle abgegeben. Darin heißt es, dass die beiden Entwürfe dem Bekenntnis der Bundesregierung, "dem geschlechtergerechten Sprachgebrauch in den Ressorts besonderes Augenmerk" zu schenken, widersprechen würden. In der Stellungnahme des Sozialministeriums wird kritisiert, "dass wieder eine rein männliche Wortwahl gewählt wurde". Konkret geht es um Formulierungen wie "Bestellung des Generaldirektors", "Leiter der Geschäftsstelle" oder "Bundeskartellanwalt". Damit werde die "Vemutung nahe gelegt, dass es für diesen Bereich keine Frauen gibt oder geben soll oder sie zumindest nicht sichtbar gemacht werden sollen", so der Vorwurf in der Stellungnahme. Abschließend werden das Wirtschafts- und Arbeitsministerium bzw. das Justizministerium, die die Gesetzesentwürfe erarbeitet haben, um eine Ausdrucksform ersucht, "die beiden Geschlechtern gerecht wird". (APA)