Lusaka - Auf der 37. und letzten Gipfelkonferenz der Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) in Lusaka, der Hauptstadt von Sambia, haben die Staats- und Regierungschefs am Dienstag über die Organe der künftigen Afrikanischen Union (AU) beraten. Auf der Tagesordnung standen die Struktur und Aufgabenstellung des künftigen panafrikanischen Parlaments, der Kommission als Exekutivorgan, der Zentralbank und des gemeinsamen Gerichtshofes. Zuvor hatten sich die Staatschefs auf den ehemaligen Außenminister der Republik Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste), Amara Essy, als OAU-Generalsekretär für die Übergangszeit geeinigt. UNO-Generalsekretär Kofi Annan begrüßte die Wahl Essys, dem er bescheinigte, vielfältige diplomatische Erfahrungen mitzubringen. "Er hat in vielen Konflikten vermittelt", sagte der Ghanese Annan. Kenias Präsident Daniel arap Moi sagte, Voraussetzung für einen Erfolg der künftigen Union sei, dass sie sich den Problemen des Kontinents stelle. Der Kontinent sei mehr gespalten als zur Gründungszeit der OAU vor vier jahrzehnten. "Damit müssen wir uns beschäftigen, wenn wir unsere Zeit nicht verschwenden wollen", sagte Moi. Die neue Afrikanische Union soll den über 700 Millionen Menschen auf dem Kontinent ein dynamischeres Modell der Zusammenarbeit bieten als die OAU. Initiator der Union ist der libysche Revolutionsführer Muammar Gaddafi. (APA/Reuters)