Rostock- Führende Wissenschaftler aus Schweden, Finnland, England, Deutschland, Griechenland und der Schweiz werden in den nächsten drei Jahren zusammenarbeiten, um die genetischen Grundlagen von Rheuma zu klären. Das Großforschungsprojekt EUROME wurde kürzlich von der EU innerhalb des fünften EU-Rahmenprogramms bewilligt und wird mit zwei Mio. Euro gefördert. Eingereicht wurde das Projekt vom Institut für Immunologie der Universität Rostock, das EUROME koordinieren wird. "Im Verbund der Forschergruppen soll geklärt werden, welche genetischen Anlagen am Entstehen von Rheuma beteiligt sind", erklärte Immunologe Hans-Jürgen Thiesen gegenüber pressetext.deutschland. Die Forschungspartner von EUROME werden vor allem an Mäusen und Ratten erforschen, welche Genvarianten an der Entstehung der Autoimmunerkrankung Rheuma beteiligt sind. Bei Mäusen kommen dafür 20 bis 40 Gene in Frage, so Thiesen. Außerdem soll geklärt werden, welche Kombination dieser Gene in Wechselwirkung zu bestimmten Umwelteinflüssen zum Ausbruch der Krankheit führt. Parallel zu EUROME fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Erforschung von Rheuma beim Menschen. Im Rahmen dieses Projekt arbeitet das Institut für Immunologie mit dem Proteom-Zentrum Rostock zusammen. Beide Projekte sollen letztendlich zu neuen Diagnose- und Therapieverfahren zur Behandlung von Rheuma führen. Ein bis zwei Prozent der Menschheit leiden an Rheuma. (pte)