Berlin - Der Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik wird in diesem Jahr dem Wissenschafter und Schriftsteller Harry Pross verliehen. Die mit 10.000 Mark dotierte Auszeichnung wird ihm am 7. Oktober im Deutschen Theater in Berlin überreicht, teilte die Tucholsky-Gesellschaft am Mittwoch mit. Der 1923 geborene Pross habe einen unschätzbaren Beitrag zur Humanisierung der Gesellschaft geleistet, heißt es in der Begründung der Jury unter Vorsitz von Walter Jens zur Preisverleihung. Damit werde ein Publizist gewürdigt, "der parteilich, aber niemals parteiisch argumentiert und, als Sachwalter der Aufklärung, mit Kurt Tucholsky den Geist des Widerspruchs und die Beharrlichkeit teilt". Zu Pross' publizistischen Werken gehören unter anderem "Die Zerstörung der deutschen Politik" (1959), "Protestgesellschaft: Von der Wirksamkeit des Widerspruchs" (1992) und "Deutsche Presse im 20. Jahrhundert" (2000). Der Tucholsky-Preis wird von der Kurt- Tucholsky- Stiftung, Hamburg, der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft, Berlin, und dem Christoph Links-Verlag, Berlin getragen. (APA/dpa)