Wien - Nach dem britischen Invstementfonds CVC ist dieses Wochenende ein neuer Interessent für die Anteile der Verstaatlichen-Holding ÖIAG am börsenotierten österreichischen Edelstahlkonzern Böhler-Uddeholm (BU) aufgetaucht. Laut Nachrichtenmagazin "profil" plant eine Investorengruppe um den Badener Wirtschaftsanwalt Rudolf Fries den Aufbau eines größeren BU-Aktienpakets, möglicherweise die Übernahme des gesamten ÖIAG-Pakets. Die ÖIAG habe "uns zu verstehen gegeben, dass mit uns geredet wird, bevor man sich von Böhler-Aktien trennt", so Fries im "profil". Laut Böhler gibt es allerdings bereits 12 bis 14 Interessenten für das Unternehmen. Der Gruppe um Fries gehören neben dem Wirtschaftsanwalt auch Spitz-Fruchtsäfte-Erbe Walter Scherb, der Linzer Unternehmer und ehemalige Carrera-Optyl-Manager Ernst Hable sowie Karl Petrikovics, Vorstandschef der Wiener Constantia Privatbank, an. Wie die APA berichtete, ist Fries über die BU-Industrieholding seit Anfang Mai dieses Jahres mit etwas mehr als fünf Prozent an Böhler-Uddeholm beteiligt. Die ÖIAG hält ein Viertel der BU-Anteile. Der Rest befindet sich in Streubesitz. ÖIAG-Vorstand Johannes Ditz erklärte jedoch vergangene Woche, es gebe derzeit keinen Anlass zu verkaufen, da kein Privatisierungsauftrag vorliege. Nach dem Regierungsübereinkommen soll die ÖIAG ihre BU-Anteile genauso wie jene an Voest-Alpine Stahl, VA Tech und der AUA bis Ablauf der Legislaturperiode im Jahre 2003 behalten. Laut "profil" könnte der BU-Verkauf allerdings unter gewissen Voraussetzungen, darunter ein angemessener Verkaufpreis, auch vorgezogen werden. (APA)