Hamburg/Wien - Die Deutsche Telekom AG, Bonn will in den kommenden zwei Jahren verstärkt ihren schärfsten Mobilfunkkonkurrenten Vodafone Group plc, Newbury, angreifen. "Wir wollen Vodafone nicht das Feld überlassen", sagte der Rene Obermann, zuständig bei T-Mobile, einer Tochter der Deutschen Telekom, für das Europa-Geschäft im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland". "Eine breitere europäische Präsenz von T-Mobile ist für mich wichtig, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Vodafone zu stärken". Hilfreich bei dem angestrebten Expansionskurs könne der seit längerem geplante Börsengang sein. "Das ist zur Zeit ein offenes Thema. Das ob und wann ist noch nicht entschieden", so Obermann. Ursprünglich war der Börsengang der Mobilfunkgruppe für den Herbst 2001 geplant. Obermann will die Kundenzahl in Deutschland bis zum UMTS-Start um drei bis vier Millionen auf 24 bis 25 Millionen steigern. In Österreich ist T-Mobile über die 100-prozentige Tochter max.mobil vertreten. Vodafone hat sich Anfang Mai mit dem Verkauf von tele.ring an den US-Konzern Western Wireless International (WWI) aus dem österreichischen Mobilfunkmarkt zurückgezogen.