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Wien - "Lebhaftes Interesse" und über den Erwartungen liegende Preise konstatieren die Bundesforste drei Monate nach dem Start ihres Verkaufsprogrammes, mit dem der (erst zu eruierende) Kaufpreis für Dutzende im Eigentum der Republik befindliche Seen bezahlt werden soll. Von Anfang April bis Anfang Juli sind in knapp 100 Transaktionen rund 1.100 Hektar verkauft worden, was der Österreichischen Bundesforste AG (ÖBf) rund 195 Mill. S (14 Mill. Euro) an Erlösen bringen wird, sagte der zuständige ÖBf-Vorstand Thomas Uher am Montag gegenüber der APA. In der Zwischenbilanz ist der Großverkauf im steirischen Pölstal - 4.200 Hektar um rund 300 Mill. S - nicht enthalten. Rechnet man den Erlös für die beiden Forstreviere in der Obersteiermark dazu hat die ÖBf mit den Grundstücksverkäufen der vergangenen Monate etwa die Hälfte des erwarteten Kaufpreises für die Seen hereingebracht. Experten in der ÖBf rechnen damit, dass die beiden Institute, die die ÖBf mit der Wertermittlung der Kärntner und oberösterreichischen Seen beauftragt hat, auf einen Kaufpreis von grob geschätzt 1 Mrd. S kommen werden. Offiziell lässt sich Uher freilich keine Preis-Erwartungen entlocken: "Wir sind selbst schon gespannt, wie hoch die Expertisen ausfallen und wie weit sie voneinander abweichen. Ende September werden wir es wahrscheinlich wissen." Kaufpreis wird aufgebracht Noch in der "Pipline" befinden sich damit etwa 24.000 der ursprünglich 25.000 Hektar, die als "Verkaufspotenzial" die Finanzierung sicherstellen sollen. Der Verkauf der obersteirischen Forstreviere (die an den Industriellen Helmut Zoidl gingen) war bereits im Frühjahr 2000 im Rahmen des normalen Grundverkehrs der ÖBf angeleiert worden - diese sind daher nicht Bestandteil des späteren ÖBf-Sonderverkaufsprogrammes zur Seen-Finanzierung. Zwar habe man den Verkaufserlös "verplant", es sei aber "Ziel der ÖBf, neben dem Kauf der Seen eine gewisse Liquidität von 200 bis 300 Mill. S zu haben", sagt Uher. Auf Schätzungen, wieviel bis Jahresende verkauft werden kann, will sich der Bundesforste-Manager nicht einlassen: "Das hängt von so vielen Zufälligkeiten ab." Zweifel daran, dass der Kaufpreis aufgebracht werden könne, habe er aber nicht, so Uher. Die in den vergangenen drei Monaten getätigten 96 Verkäufe (exklusive Pölstal) waren zu knapp zwei Drittel Arrondierungsverkäufe (61) bis zu einem Hektar Fläche. 22 Transaktionen umfassten Verkäufe bis zu 10 Hektar, nur sechs umfassten 50 und mehr Hektar. Rund 100 Mill. S - also etwa die Hälfte der Erlöse - stammten aus Verkäufen aus Oberösterreich, etwa 40 Mill. aus Verkäufen in Salzburg und Niederösterreich. (APA)