London - Eine britische Studie zur hohen Zahl der Teenager-Schwangerschaften hat erstaunliche Mythen über Empfängnisverhütung aufgedeckt. Nach einem am Dienstag von der Zeitung "Daily Telegraph" veröffentlichten Bericht glauben manche jungen Britinnen beispielsweise, dass das Schließen der Augen beim Geschlechtsverkehr vor einer Schwangerschaft schütze. Andere setzen ihre Hoffnungen in ein Glas Milch oder angestrengtes Hüpfen nach dem Sex. Dies berichteten Hausärzte, die für die Studie des britischen Fachblattes "Doctor" befragt wurden. Fast drei Viertel der 2.200 befragten Mediziner machten fehlende Aufklärung als Hauptursache für die hohe Rate der Teenager-Schwangerschaften aus. Vielen der jungen Mädchen sei es schlicht peinlich, Ärzte oder andere Fachleute um Rat zu fragen. Großbritannien hat die höchste Rate von Teenager-Schwangerschaften in Westeuropa. 1999 wurden dort knapp 100.000 Mädchen unter 20 Jahren schwanger. Fast 8.000 davon waren jünger als 16, knapp 2300 unter 14.(APA)