Zwei Tage vor Beginn des G-8-Gipfels ist in Italien erneut eine Briefbombe explodiert. Bei der Detonation in den Räumen des Fernsehsenders von Regierungschef Silvio Berlusconi in Mailand erlitt eine Mitarbeiterin am Mittwoch Brandwunden, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA entgegen ersten Meldungen, wonach niemand verletzt wurde. Der Brief war an den Nachrichtenchef des Senders TG4, Emilio Fede, gerichtet. Bereits am Montag war ein Mensch durch eine Briefbombe verletzt worden. Später war ein Sprengsatz noch rechtzeitig entschärft worden. "Einschüchterungstat" Die Mitarbeiterin erlitt Brandwunden an den Händen und Armen, als sie den Umschlag öffnete und der Sprengsatz detonierte. Sie stehe unter Schock und sei ins Krankenhaus gebracht worden. Die Verantwortlichen beim Sender kritisierten den Anschlag als "Einschüchterungstat" und als Angriff auf die Pressefreiheit. In Genua war für Mittwoch bereits ein Treffen der G-8-Außenminister geplant, bei dem es unter anderem um die umstrittenen Raketenabwehrpläne der USA und das Klima gehen sollte. Für den Gipfel gelten in Genua massive Sicherheitsvorkehrungen, hunderte Menschen wurden aus Furcht vor gewaltsamen Protesten bereits an der Einreise gehindert. (APA)