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Foto: REUTERS/ Danilo Krstanovic
Sarajevo - Der bosnische Außenminister Zlatko Lagumdzija ist am Mittwoch im Abgeordnetenhaus von Sarajevo zum neuen Ministerpräsidenten von Bosnien-Herzegowina gewählt worden. Für ihn stimmte die Mehrheit in der ersten Parlamentskammer. Die zweite Kammer will in den nächsten Tagen abstimmen. An einem Votum zu Gunsten des Außenministers, der sein Ministeramt behalten will, wurde in der bosnischen Hauptstadt nicht gezweifelt. Lagumdzija ist Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei (SDP) und tritt an die Stelle des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Bozidar Matic. Als Prioritäten seiner Regierung nannte Lagumdzija die Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in den Haag, die Rückkehr der Flüchtlinge, Rückgabe des Eigentums und den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Er wolle sein Ministeramt behalten, sagte er. Unklar blieb weiterhin, ob Lagumdzija die politische Krise im Land, verursacht durch die Unfähigkeit des Parlaments, ein international gefordertes Wahlgesetz zu verabschieden, lösen kann. Dieses Gesetz ist die internationale Bedingung für Bosnien, vor allem weitere finanzielle Unterstützung in Europa zu erhalten. (APA/dpa)