Christchurch/Wien - Klaus Wolfsberger ist wieder unterwegs. Länger hat man nichts gehört von ihm - vier Jahre ist es her, dass Wolfsberger gemeinsam mit Christoph Pressler und Christoph Hauke Marokko durchquert hat, nicht irgendwie, sondern per Mountainbike, Snowboard und Surfbrett. Damals ist Wolfsberger hungrig geworden, der Hunger wird ab sofort in Neuseeland gestillt.

Wolfsberger ist Sport- und Geographielehrer, in den Ferien geht er seinem Hobby nach, sein Hobby ist der Extremsport. Neuseeland soll im Rahmen der "sound2wear-Extreme Tour" binnen sechs Wochen von Nord nach Süd bereist werden, auf KTM-Bikes und Pferden, mit Windsurf-Material und Snowboards. Wolfsberger (27) wird von Alex Springenschmidt (23), einem ausgezeichneten Boarder und Surfer, begleitet. Suu und Alina Wolfsberger, die Frau und die kleine Tochter, sind für die Organisation zuständig, wobei Alina weniger organisiert als zu organisieren ist. Ein Kameramann (Chriscam Halasz) und ein Fotograf (Reini Enge) komplettieren das Team, schließlich wird laufend von dem Unternehmen berichtet, im Internet finden sich Infos und ein Gewinnspiel.

Wolfsberger hat seine Vorhaben, das aktive wie das interaktive, monatelang geplant, ein Budget von 400.000 Schilling errechnet und es dank Sponsoren und Ausrüstern (sound2wear, KTM-Bikes, Fanatic, arrows, Salomon, Quiksilver, AUA, Air New Zealand) weitgehend abgedeckt. Das Team aufzustellen war das geringere Problem, speziell Snowboarden in Neuseeland hat nicht wenige interessiert. Wolfsberger: "Wir haben zig Anfragen bekommen - von Sportlern, Kameraleuten und Fotografen."

Wie Wolfsberger ausgerechnet auf Neuseeland gekommen ist? Er meint, kaum ein anderes Land biete extremen Sportlern derart viele Möglichkeiten. Den Höhepunkt stellt die geplante Windsurf-Durchquerung der Cook-Seestraße dar, außerdem wollen Wolfsberger und Springenschmidt aus einem Helikopter bungyjumpen. (DER STANDARD-Printausgabe, Donnerstag, 19. Juli 2001, Fritz Neumann)