Wien - Geht es nach den Experten, wird das kommende Wochenende dem vergangenen staumäßig in nichts nachstehen: ARBÖ und ÖAMTC sagen für die Tauernautobahn, den Grenzübergang Arnoldstein/Thörl-Maglern und die Brennerpassage kilometerlange Blechschlangen voraus. Der Grund dafür sind der Ferienbeginn in fünf deutschen Bundesländern, Betriebsferien in mehreren Autowerken und die strengen Kontrollen an der italienischen Grenze wegen des G-8-Gipfels in Genua.

In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg und Brandenburg beginnt die Urlaubssaison. Auch die Arbeiter in den Ford-Werken in Köln sowie die Opel-Mitarbeiter in den Werken Rüsselsheim, Bochum und Eisenach können sich über Werksferien freuen - und werden sich vermutlich spätestens auf der Tauernautobahn wieder ärgern.

Die ÖAMTC-Informationszentrale empfiehlt deswegen, den Samstag als Reisetag über- haupt zu meiden. Der ARBÖ sieht in der ÖBB-Tauernschleuse Böckstein-Mallnitz eine Möglichkeit, dem Stau vor dem Tauerntunnel auszuweichen. Von dort geht es dann auf der Drautal-Bundesstraße und über den Plöckenpass weiter bis Tolmezzo. Diese Ausweichroute ist allerdings nur für Pkw möglich; Wohnmobile und Wohnwagen werden durch die Tauernschleuse nicht transportiert.

Wer Thörl-Maglern meiden will, soll über die Autobahnausfahrt Paternion, die Gailtal-Bundesstraße bis Tröpolach fahren. Von dort geht es über das Nassfeld Richtung Pontebba weiter. Auch diese Route ist für Camper nicht zugelassen. Diese kommen über den Wurzenpass und Ratece nach Tarvis.

Wer großräumig ausweichen möchte, sollte über den Grenzübergang Spielfeld in Richtung Slowenien fahren. Auf slowenischer Seite geht es über Maribor, Ljubljana in Richtung italienische Grenze bei Triest weiter. Ohne Reisepass geht's am Wochenende nicht südwärts. (chr)(DER STANDARD, Printausgabe, 19.7.2001)