Linz - Gut 30 Jahre musste der oberösterreichische Industriestandort Steyr auf eine leistungsfähige Anbindung an die Westautobahn (A1) warten. Am Mittwoch präsentierte der zuständige Landesrat Franz Hiesl (VP) bei einer Pressekonferenz die geplante Trassenführung - und erwartet Widerstände.

Besonders im Bereich Volkersdorf bei Enns, wo die Bundesstraße B309 in einem neuen Knoten in die A1 münden soll, kursieren bereits Unterschriftenlisten, die Anrainer fürchten die Lärmbelastung. Hiesl betont, dass unter Einbeziehung der Umweltanwaltschaft drei Trassenführungen untersucht wurden, die gewählte sei die beste.

Das erste Teilstück der B309 ist bereits fertig, als Baubeginn für den zweiten Abschnitt - die Umfahrung Dietach - nennt Hiesl 2003 oder 2004. Für die dritte Etappe wagt er keine Prognose. Die Baukosten werden sich auf 500 bis 600 Millionen Schilling (36 bis 44 Millionen Euro) belaufen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29. Juli 2001, moe)