Hohenstein-Ernstthal - Die einzige Frau im Motorrad-GP-Zirkus steht vor einem Teamwechsel. Katja Poensgen wird sich nach dem Heim-GP am Sonntag auf dem Sachsenring wegen "finanzieller Differenzen" vom Team Racing Factory trennen. Im Blickpunkt des Deutschland-GP steht natürlich ein weiteres Duell in der Königsklasse zwischen den beiden italienischen Streithähnen Valentino Rossi (Honda) und Max Biaggi (Yamaha). Nach acht von 16 Rennen führt Rossi mit 161 Punkten vor Biaggi 135. "Wir machen uns keine großen Sorgen um die Zukunft. In fünf Wochen in Brünn starten wir wieder, egal aus welcher Box", gaben sich Poensgen und ihr Manager-Vater Bert zuversichtlich. Und auch das Team wird die 24-Jährige beim letzten Rennen bedingungslos unterstützen. "Das ist jenseits aller wirtschaftlichen Streiterei Ehrensache", betonte Teamchef Dieter Theis. Poensgen will am liebsten wieder zu einem Aprilia-Team, hat sie doch auf diesem Motorrad eine beeindruckende Leistung gezeigt, in Mugello als erste Frau überhaupt WM-Punkte in der Viertelliter-Klasse geholt. Dass es der "schnellste Zopf Deutschlands" dennoch mit einer Macho-Welt zu tun hat, wird am Sonntag wieder deutlich. Landsmann Dirk Heidfeld hat gewettet, dass er eine Woche lang im Minirock durch Hohenstein gehen wird, wenn er hinter Poensgen ins Ziel kommt. (APA/Reuters/dpa)