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Wien - Die Wirtschaftskammer befürchtet offenbar, bei der Auseinandersetzung zwischen Gewerkschaft und Regierung zwischen die Fronten zu geraten. Generalsekretär Reinhold Mitterlehner (V) warnte am Donnerstag davor, dass der ÖGB bei seiner Urabstimmung im Herbst "die falschen Maßnahmen gegen die falsche Zielgruppe" setzen könnte. Kollektivvertragsverhandlungen und Generalstreik seien aber schlecht geeignete Maßnahmen, um gegen die Regierungspolitik zu protestieren. Eine endgültige Stellungnahme könne die Wirtschaftskammer aber erst abgeben, "wenn wir wissen, welche Maßnahmen getroffen werden und gegen wen sie gerichtet sind", betonte Mitterlehner: "Die offene Frage ist: Wer ist der Gegner?" Insgesamt sei die Urabstimmung aber interne Angelegenheit des ÖGB. Es sei selbstverständlich das Recht einer jeden Organisation, ihre Mitglieder zu befragen. Sowohl ein Generalstreik als auch nicht durch Produktivitätsteigerungen begründete Lohnforderungen würden laut Mitterlehner jedoch auch der Gewerkschaft und den Arbeitnehmern schaden. Schließlich werde dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verschlechtert. "Die sägen sich den Ast ab, auf dem sie sitzen", so Mitterlehner in Richtung Gewerkschaft. Durch nicht begründbare Gehaltsforderungen könne außerdem eine Diskussion entstehen, ob Ist-Lohnverhandlungen künftig auf betrieblicher Ebene stattfinden sollten, gab Mittlerlehner zu bedenken. Dies sei aber nicht Ziel der Wirtschaftskammer, betonte der Generalsekretär. (APA)