Berlin - Die Folgen der sich jetzt abzeichnenden Klimaveränderung können nach Schätzung von Experten jährliche Kosten von bis zu 300 Milliarden Dollar (344 Mrd. Euro/4.732 Mrd. S) verursachen. Der Leiter der Forschungsgruppe Geowissenschaften bei der Münchner Rückversicherung, Gerhard Berz, rechnet bis zur Mitte dieses Jahrhunderts mit einer Zunahme von Naturkatastrophen und einer weiteren Verbreitung tropischer Krankheiten. Zwar seien die Folgekosten der Klimaveränderung nicht genau berechenbar, "aber man kann versuchen, es einigermaßen vernünftig abzuschätzen", sagte Berz am Donnerstag im Rundfunksender NDR4 Info. "Sollte die Entwicklung so ablaufen, wie es uns die Modelle und der gesunde Menschenverstand andeuten", würden Landflächen an der Küste im Meer versinken und Salzwasser in landwirtschaftliche Gebiete eindringen, sagte Berz. Der Wissenschaftler rechnet mit einem ergebnislosen Ausgang der Bonner Klimakonferenz. Die größte Rückversicherung der Welt beschäftigt 20 Geowissenschaftler, die sich seit fast 30 Jahren mit den Auswirkungen von Naturkatastrophen befassen. (APA/dpa)