Rom - Das Schengen-Abkommen über die freie Einreise nach Italien ist wieder in Kraft. Rom hat am Sonntag die Kontrollen an seinen Grenzen wieder abgeschafft, die am 14. Juli aus Furcht vor Unruhestiftern beim G-8-Gipfel in Genua vorübergehend eingeführt worden waren. Auch an allen italienischen Flughäfen waren in den vergangenen Tagen die Ausweise auch von Passagieren aus Schengen-Staaten genau kontrolliert worden. Die Kontrollen der italienischen Behörden an den italienischen Grenzen hatten zur Abweisung von Hunderten ausländischen Globalisierungsgegnern geführt, die als Unruhestifter auf der "Schwarzen Liste" des römischen Innenministeriums standen. Auch ein Bus mit 34 Wiener Globalisierungsgegnern war Donnerstag Abend am Grenzübergang von Tarvis abgewiesen worden. In der Nacht auf Samstag war ein weiterer Bus mit Österreichern, die in Genua demonstrieren wollten, am Brenner abgewiesen worden. Die Insassen der Busse waren bislang unbescholten, trotzdem wurden sie erkennungsdienstlich behandelt Die strengen Kontrollen konnten jedoch auch viele Globalisierungsgegner nicht daran hindern, nach Genua zu fahren. Wer zwischen den Schengen-Ländern unterwegs ist, braucht normalerweise an der Grenze keinen Pass oder Ausweis zu zeigen. Die Grenzkontrollen der letzten Tage hatten zu Staus und zu erheblichen Schwierigkeiten für Touristen aus Österreich und Deutschland geführt, die nach Italien unterwegs waren. (APA)