Karlsruhe - Die vierte Internationale Konferenz zu Kletter- und Laufrobotern CLAWAR 2001 beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Entwicklung von autonomen Robotern. Neue Ansätzen der Forschung sind die Übertragung des natürlichen Verhaltens von Tieren auf Roboter oder die Entwicklung künstlicher Muskeln. In der konferenzbegleitenden Ausstellung werden Laufmaschinen vorgeführt. Roboter, die laufen und klettern können, werden den Menschen in Zukunft immer mehr unangenehme und gefährliche Arbeiten abnehmen. Sie sollen Landminen räumen, einsturzgefährdete Tunnel vermessen, unter Ölplattformen tauchen, Reparaturen im Hochsicherheitsbereich von Kernkraftwerken ausführen und bei Katastrophen Rettungseinsätze in gefährlichem Gelände übernehmen. Nicht weniger nützlich sind mobile Dienstleistungs-Roboter, die Brücken und Dämme inspizieren und Wartungsdiagnosen stellen können oder in industriellen Lackierräumen den Produktionsablauf überwachen. "In den letzten Jahren hat es in der Forschung in diesem Fachbereich einen enormen Schub gegeben", erklärte Karsten Berns, Abteilungsleiter am FZI Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe. Doch obwohl der Markt für Lauf- und Kletterroboter potenziell sehr groß sei, gebe es bislang erst wenig industrielle Anwendungen. Die Erklärung dafür läge in ungelösten Forschungsfragen. "Die Technologie ist noch nicht zuverlässig genug und auch bislang zu teuer für den Masseneinsatz", so Berns. Auf Einladung des FZI trifft sich vom 24. bis 26. September die internationale Wissenschaft, die sich der Erforschung und Entwicklung autonomer humanoider Roboter verschrieben hat, an der Universität Karlsruhe zur "4.th International Conference on Climbing and Walking Robots And the Support Technologies for Mobile Machines", kurz CLAWAR 2001. Auf der Konferenz werden sich die Wissenschaftler auch mit wirtschaftlichen Fragen wie der Produktion preisgünstiger und schneller Roboter beschäftigen. (pte)