Wien - Der Markt für Notebooks ist im Kalenderjahr 2000 um mehr als 40 Prozent gewachsen, obwohl der PC-Markt allgemein eher stagniert. Für die einzelnen Hersteller wird es immer schwieriger sich von seinen Mitbewerbern abzuheben und sich ein eigenes Profil zu verschaffen, denn die verschiedenen Produkte ähneln sich immer mehr. Zu derzeitigen Situation im PC-Markt führte derStandard.at ein Interview mit Ingrid Lawicka von Fujitsu-Siemens.Welches sind die wichtigsten Produkte ihrer Firma? Unser Hauptaugenmerk liegt auf Server und Hardware für mittlere und große Kunden, sowie im PC-Privatkundenmarkt, den wir in Zukunft verstärkt bearbeiten wollen. Wo sehen Sie die Zukunft im PC-Markt? Die Zukunft für den PC-Markt liegt sicherlich in den mobilen Anwendungen. Hier möchten wir einerseits die Kunden mit intelligenten Kleingeräten bedienen. Andererseits versuchen wir Serverlösungen zu entwickeln, die es dem User erlauben von jedem Punkt der Welt aus auf seine Daten Zugriff zu haben. Welche Vertriebskanäle sehen Sie als die Effektivsten an? Ein Direktverkauf wie das Dell Computers macht, sehen wir nicht als zielführend an. Ein Verkauf über das Internet planen wir auch in Zukunft nicht. Wir möchten unsere Geräte über Handelspartner an den Mann bringen. Nur so können wir dem Kunden den nötigen Service bieten. Wer sind die stärksten Konkurrenen auf dem PC-Markt? Compac, HP und IBM bieten ähnliche Systeme wie Fujitsu-Siemens an. Der große Vorteil unserer Firma ist die große Angebotspalette. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kunden am liebsten alles aus einer Hand kaufen. Bekommen Sie genügend Fachpersonal hier in Österreich? Noch vor einem Jahr wechselten einige unserer Mitarbeiter in die Telekombranche. Doch derzeit bekommt man genügend gutes Personal. Da wir unsere Produkte vorwiegend zukaufen, haben wir auch einen kleineren Bedarf an IT-Fachkräften. Welche Zielgruppe sprechen Sie mit der Bluetooth-Technologie an? Mit der Bluetoot-Technik kann der Anwender seinen PC kabellos bis zu 100 Meter vom Server entfernt benutzen. Somit eignet sich die Technik vorwiegend für den Einsatz in größeren Betrieben. Für den Privatkunden ist dieses System nicht gedacht. Wie entwickelt sich das Osteuropa-Geschäft? Hier von Wien aus betreuen wir 10 Länder Osteuropas. Diese Länder haben einen großen Nachholbedarf an IT-Lösungen. Als Komplettausstatter sehen wir uns dort sehr gut positioniert. Nachdem wir mit Handelsboykotten in Jugoslawien Probleme hatten, sollte sich in nächster Zeit das Geschäft in den Osten deutlich erholen. Frau Lawicka, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen! (am/ derStandard.at, 24.07.2001)