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Wien - Nur noch 250 Saimaan-Ringelrobben gibt es, der Klimawandel setzt ihnen zu, warnte der WWF heute, Mittwoch, in einer Aussendung. Die bedrohteste Robbenart der Welt, die in Finnland lebt, könne sich wegen der warmen Winter nicht mehr ausreichend vermehren, hieß es. Die Robbenart sei eine von vielen Arten, die durch die globale Erwärmung vom Aussterben bedroht seien. Die Weibchen, deren Lebensraum am Saimaan-See in Finnland liegt, bringen ihre Jungen in selbstgebauten Schneehöhlen auf die Welt, so der WWF. Diese Höhlen schützen sie vor Wetter und Raubtieren. Wegen der globalen Erwärmung wurden die Winter in Finnland wärmer und schneeärmer. Die Robbenmütter konnten keine Höhlen bauen oder sie brachen im Tauwetter über den Jungen zusammen. Die Zahl der - dem Wetter und Raubtieren ausgelieferten - Jungtiere sei drastisch zurückgegangen. Gehe diese Entwicklung weiter, werde die Robbenart aussterben, fürchtet der WWF. "Wenn die Winter weiterhin wärmer werden, ist das Sterberisiko der schutzlosen Jungen sehr hoch", erklärte Jari Luukkonen vom WWF Finnland. Die tödlichen Folgen für die Robben von Saimaa seien im im Frühjahr deutlich zu sehen gewesen. Einige Jungtiere wurden auf dem Eis des Sees gefunden, ohne schützende Schneehöhle. Keines der Tiere überlebte länger als zwei Monate. Bis zu Beginn der achtziger Jahre sei die Zahl der Saimaan Ringelrobben zurückgegangen. "Wir arbeiten seit zwanzig Jahren daran, diese Robbenart zu retten, und haben Lösungen für die meisten Probleme gefunden. Doch der Klimawandel ist ein neues Problem, der alle bisherigen Fortschritte gefährdet", so Luukkonen. (APA)