Wien - Das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern verlangsamt sich bis 2005. Nach einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum um 2,9 Prozent in der Periode 1995 bis 2000 werde das Wachstum bis 2005 nur 2,3 Prozent pro Jahr betragen, schätzt das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Eine Rezession in den USA wird nicht erwartet. Im Gegenteil: Das US-Wachstum bleibt dauerhaft über jenem der EU. Für die USA erwartet das Wifo bis 2005 ein durchschnittliches Wachstum von 2,7 Prozent pro Jahr. In der EU werde das durchschnittliche Wachstum hingegen 2,5 Prozent ausmachen. Auch die ursprünglich wesentlich früher erwartete Euro-Dollar-Parität, also ein Wechselkurs von 1:1, werde erst 2003 erreicht. Geringes Wachstum Angesichts der gedämpften Binnennachfrage und eines schwachen Exportwachstums dürfte das BIP in der EU heuer um nur 1,7 Prozent wachsen. Die Prognose nimmt an, dass sich das Wachstumstempo von 2,1 Prozent (2002) auf 2,5 Prozent (2003) und 3,0 Prozent in den Jahren 2004 und 2005 erhöht. Die japanische Wirtschaft wird sich laut Wifo-Prognose nur langsam erholen und bis 2005 um lediglich 1,3 Prozent pro Jahr wachsen. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 27.6.2001)