Ursprünglich wollte der niederösterreichische Stromversorger EVN Internet aus der Steckdose noch diesen Herbst anzubieten. Wegen eines Streits zwischen dem Infrastrukturministerium und der EVN verzögert sich nun aber die Markteinführung. Hohe Investitionen Es hat den Anschein, dass die EVN vor den notwendigen hohen Investitionen zurückschreckt. So ist der niederösterreichische Stromversorger nämlich der Meinung, dass die erwähnten Investitionen erst getätigt werden können, wenn es Grenzwerte für Störstrahlungen und damit Rechtssicherheit für die neue Technologie gibt. Nicht notwendig Das Ministerium hält eine solche Verordnung, die die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Internet-Zugang durch die Steckdose regelt, allerdings für nicht nötig. In Deutschland hingegen gibt es bereits eine entsprechende Verordnung. In Deutschland ist alles anders Laut dem Infrastrukturministerium herrscht in Deutschland eine andere Rechtsphilosophie. In Österreich gilt, dass die EVN lieber eine Technologie anbieten solle, die Störungen ausschließt, anstatt die Verantwortung für eventuelle Fehler dem Ministerium zuzuschieben - so lauten zumindestens die Argumente aus dem Kabinett von Ministerin Monika Forstinger. Im Herbst soll es dann aber ein Treffen zwischen Forstinger und EVN-Generaldirektor Rudolf Gruber geben. "Ohne EU wird es keine Entscheidung geben" In einem Standard.at-Gespräch mit Wienstrom , die in einer Allianz mit der EVN an Powerline arbeiten, wurde auf die kommenden Zeiten Bezug genommen. Demnach rechnen die Betreiber nicht mit einer Einführung von Powerline (Internet aus der Steckdose) ohne entsprechende Entscheidungen von der EU. Durch die mögliche Überlagerungen von Funkwellen durch die, für Internet aus der Steckdose notwendige, Hardware müssen erst einige Fragen geklärt werden, bevor an einen Start zu denken ist. Wann es in Österreich Internet aus der Steckdose geben wird, ist noch unklar. (red)