Der umstrittene britische Autor David Irving (63) verlor am 20. Juli in London endgültig ein von ihm angestrengtes Verleumdungsverfahren gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt. Lipstadt hatte Irving in ihrem 1994 erschienenen Buch "Denying the Holocaust" (Die Leugnung des Holocaust) als "Hitler-Bewunderer" und "einen der gefährlichsten Sprecher für die Leugnung des Holocaust" bezeichnet. Irving bezeichnete Lipstadts Vorwürfe als "Teil einer groß angelegten Kampagne, die darauf abziele, seinen Ruf als Historiker zu schädigen und die Veröffentlichung seiner Bücher zu verhindern" und klagte die Historikerin sowie ihren Buchverlag, Penguin Books, wegen Verleumdung und Kreditschädigung. Bei der Urteilsverkündung im April 2000 erklärte der Richter, dass die Vorwürfe gegenüber Irving gereichtfertigt seien, Irving sei "ein Rassist, ein Antisemit und ein aktiver Holocaust-Leugner mit Verbindungen zur rechtsextremen Szene". Gegen dieses Urteil hatte Irving berufen. In der Berufungsverhandlung lehnten es nun die drei Lordrichter ab, das Verfahren neu aufzurollen, Irving muss nun die Kosten von 42 Millionen Schilling (drei Millionen Euro) tragen. Das Urteil mit einer Aufzählung von Fakten zum Holocaust kann im Wortlaut kann unter http://www.pixunlimited.co.uk/news/rtf/
irvingjudgment.rtf
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