Ein Güterzug hat sich am Freitag zwischen dem Bahnhof von Thörl-Maglern (Bezirk Villach-Land) und der Staatsgrenze zu Italien entgleist. Dies bestätigte ÖBB-Sprecher Christoph Posch. Personen seien dabei nicht zu Schaden gekommen. Der Zug habe auch kein Gefahrengut transportiert. Der aus 22 Waggons bestehende Güterzug befand sich auf der Fahrt von Villach-Süd nach Tarvisio-Boscoverde, wo ihn die italienischen Staatsbahnen übernehmen sollten. Kurz nach 15.00 Uhr entgleisten aus noch unbekannter Ursache acht Waggons im vorderen Bereich (fünfter bis zwölfter). Einigen stürzten um. Sie waren mit Holz und Papierrollen beladen bzw. leer. Die Lokomotive war von dem Unglück nicht betroffen. Laut ersten Ermittlungen kann menschliches Versagen für das Unglück ausgeschlossen werden. "Der Lokführer war erst kurz im Dienst und ausgeruht", sagte ÖBB-Sprecher Christoph Posch. Daher sei von einem technischen Gebrechen auszugehen. Der Oberbau (Schotter, Gleise) wurde schwer beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Schilling. Aufräumarbeiten werden laut Posch bis in den Samstag hinein andauern. Die Nachtzüge nach Italien werden großräumig über die Brenner-Strecke umgeleitet. (APA)